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Studiengang des Monats (2012 - 2015)

private Studienberatung

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„Private Hochschulen leisten einen wichtigen Beitrag für das
deutsche Hochschulsystem!"

Dies ist ein Ergebnis einer Veröffentlichung des Wissenschaftsrates über private Hochschulen aus Sicht der institutionellen Akkreditierung.

Im Mai 2012 veröffentlichte der Wissenschaftsrat seine umfangreiche Studie „Private und kirchliche Hochschulen aus Sicht der institutionellen Akkreditierung“, in der die Leistungen von privaten und kirchlichen Hochschulen analysiert wurden. Die Bestandsaufnahme berücksichtigt u.a. die Daten und Erkenntnisse, die in den einzelnen Akkreditierungsverfahren gewonnen wurden (bis zum 1. Mai 2012 wurden 66 Verfahren zur institutionellen Akkreditierung abgeschlossen). In seiner Bestandsaufnahme betont der Wissenschaftsrat, dass die privaten Einrichtungen nunmehr Bestandteil des deutschen Hochschulsystems geworden seien und dass die privaten Hochschulen einen wichtigen Beitrag leisten würden, um die allgemeinen Leistungserwartungen an das Hochschulsystem zu erfüllen. Der Wissenschaftsrat würdigt auch, dass private Hochschulen einen dynamischen Bildungsmarkt begründet hätten, der durch vielfältige fachliche Leistungsangebote  und erfolgreiche Studienformate wie z.B. berufsbegleitende und duale Studiengänge geprägt ist und dass private Hochschulen zudem eine  Vorreiterfunktion bei der Akademisierung von nicht akademischen Berufsfeldern, bei der Mobilisierung und Erschließung neuer Zielgruppen sowie bei neuen Lehr- und Lernformaten übernehmen würden. Ungeachtet der genannten Leistungen der privaten Hochschulen sei es aber auch zukünftig eine wesentliche Aufgabe der Institutionellen Akkreditierung und der staatlichen Anerkennung, „Schwellenstandards“ im nichtstaatlichen Hochschulsektor zu wahren und durchzusetzen.

Erläuterungen zur Institutionellen Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat

Der Wissenschaftsrat ist das wichtigste wissenschaftspolitische Beratungsgremium in Deutschland. Es berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in allen Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklungen der Wissenschaft, der Forschung und des Hochschulbereichs und verabschiedet Empfehlungen und Stellungnahmen. Der Wissenschaftsrat setzt sich zusammen aus der Wissenschaftlichen Kommission und der Verwaltungskommission. Die Wissenschaftliche Kommission besteht aus 24 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und acht Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Die Verwaltungskommission vertritt mit sechs Mitgliedern (Staatssekretäre/innen von Bundesministerien) den Bund und mit 16 Mitgliedern (Wissenschaftsminister/innen) die Bundesländer.

Eine Aufgabe des Wissenschaftsrats ist die Durchführung der sog. institutionellen Akkreditierung von nichtstaatlichen Hochschulen im Auftrag der Länder. Dieses Verfahren überprüft die Qualität der Hochschuleinrichtung hinsichtlich ihrer Fähigkeit Leistungen in Lehre und Forschungen zu erbringen, die anerkannten wissenschaftlichen Maßstäben entsprechen. Aber auch die personelle und sächliche Ausstattung und die Finanzierung der Hochschule werden überprüft.

Die Notwendigkeit zur Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat ergibt sich durch Regelungen der Bundesländer, zumeist in ihren Hochschulgesetzgebungen, die z.B. Akkreditierungen durch den Wissenschaftsrat bei Neugründungen einer privaten Hochschule und der damit verbundenen staatlichen Anerkennung, bei finanzieller Förderung, bei Erteilung des Promotionsrechts und in anderen Fällen zur Auflage machen . Viele private Hochschulen streben die Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat aber auch aus eigener Motivation heraus an, da die erteilte Akkreditierung durchaus ein Qualitätssiegel für die betroffene Hochschule darstellt. Da es für private Hochschulen aber keine allgemeine Verpflichtung gibt, die Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat durchführen zu lassen, ist der Umkehrschluss nicht zulässig, bei einer Hochschule ohne Akkreditierung eine schlechtere Qualität zu vermuten. In diesem Zusammenhang sollte noch einmal erwähnt werden, dass keine staatliche Hochschule sich dieser Überprüfung unterziehen muss und damit unterstellt wird, dass bei staatlichen Hochschulen per se die Leistungen in Lehre und Forschung sowie die sächliche und personelle Ausstattung nicht zu beanstanden seien. Gut die Hälfte der Hochschulen in privater Trägerschaft sind durch den Wissenschaftsrat akkreditiert bzw. befinden sich im laufenden Akkreditierungsverfahren.
(www.wissenschaftsrat.de)