Anbieter besuchen

Unser aktueller Flyer

Studiengang des Monats (2012 - 2015)

private Studienberatung

wie funktioniert ...

... Duales Studium?
... Fernstudium?
... Berufsbegl. Studium?
 zur privaten Studienberatung

 banner stg suche

399 Hochschulen und 18.000 Studiengänge; Zahlen, Daten und Fakten

Dieser Artikel gibt einen kurzen Überblick über einige wesentliche Aspekte des deutschen Hochschulwesens.

Wenn nicht anders erwähnt liegt den Zahlenangaben die im Mai 2015 durch die Deutsche Hochschulrektorenkonferenz (HRK) herausgegebene Veröffentlichung „Hochschulen in Zahlen“ zu Grunde.

In Deutschland gibt es zurzeit 399 Hochschulen, darunter 121 Universitäten, 220 Fachhochschulen und 58 Kunst-/Musikhochschulen. Nach der Trägerschaft aufgeschlüsselt handelt es sich dabei um 238 staatliche sowie 121 private und 40 kirchliche Hochschulen, die jeweils staatlich anerkannt sind.

Alle Hochschulen bieten zusammen 18.000 Studiengänge an, darunter 10.000 grundständige und 8.000 weiterführende Studiengänge. Die Gründe für dieses riesige Angebot hängen sehr stark mit der Notwendigkeit für die Hochschulen in den letzten Jahren zusammen, Ihr Studienangebot auf Grund der Anforderungen aus der Bologna-Reform mit Bachelor- und Masterstudiengängen neu zu konfigurieren. Aber auch unabhängig von diesem Effekt haben die Hochschulen in den letzten Jahren eine Vielzahl an neuen Studiengängen entwickelt, mit denen häufig schon eine frühzeitige Spezialisierung in einem Teilfachgebiet verbunden ist. Folgendes Beispiel verdeutlicht das: Konnte man sich in früheren Zeiten für das Wirtschafts- bzw. das Managementstudium entscheiden, können heute neben diesen Studiengängen auch Eventmanagement, Sozialmanagement, Immobilienmanagement, Tourismusmanagement, Mediamanagement, Modemanagement, Technologiemanagement, Logistikmanagement, Corporate Management, Hotelmanagement belegt werden, um nur einige (!) Beispiele zu benennen.

Die Durchführung des Studiums ist heute in verschiedener Weise möglich. In den meisten Fällen belegen die Studierenden ein Vollzeit-Präsenzstudium. Zunehmend verbreitet ist das duale Studium, welches immer die Kooperation einer Hochschule mit einem Unternehmen voraussetzt. Duale Studiengänge sind sehr stark nachgefragt und werden ausbildungsintegriert oder praxisintegriert angeboten. Im ersteren Fall wird in den Praxisphasen im Unternehmen ein Ausbildungsberuf erlernt. Weiterhin zunehmende Verbreitung finden auch berufsbegleitende Präsenzstudiengänge. Hier gehen die Studierenden ihrer Berufstätigkeit nach und sind abends und am Wochenende in der Hochschule. An Berufstätige wenden sich auch Hochschulen, die Fernstudiengänge anbieten. Studiert wird zumeist im häuslichen Umfeld auf Basis von Studienbriefen und E-Learning Angeboten der Hochschule. Das berufsbegleitende Studium ist in höchstem Maße anspruchsvoll, bedarf einer sehr disziplinierten Eigenorganisation und ist mit einem weitgehenden Verzicht auf Freizeit verbunden.

Bei den Studienabschlüssen haben sich die Bachelor- und Masterabschlüsse mittlerweile durchgesetzt. Beide gemeinsam entsprechen bei einer Regelstudienzeit von 5 Jahren den alten Diplom- und Magisterabschlüssen. Ausgenommen von der Bachelor/Master-Systematik sind weiterhin die Studiengänge Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin, Pharmazie und Jura, die mit einem Staatsexamen abschließen. Einen Sonderfall stellen die Lehramtsstudiengänge dar. Sie werden auch weiterhin durch staatliche Prüfungen abgeschlossen, setzen sich aber mittlerweile in den meisten Bundesländern aus Bachelorstudiengängen, in denen die überwiegend fachliche Expertise gewonnen wird, und dem Masterstudiengang, in dem die pädagogische Ausbildung geleistet wird, zusammen.

Nach der Prognose der Kultusministerkonferenz (KMK) steigen die Studierendenzahlen weiterhin leicht an, erreichen aber aller Voraussicht nach 2016 ihren Höchststand. Im Wintersemester 2014/15 waren 2,7 Millionen Studierende in deutschen Hochschulen eingeschrieben, davon an Universitäten 1,73 Millionen und an Fachhochschulen 930 Tausend Studierende. 500 Tausend Studierende haben im letzten Jahr ihr Studium an deutschen Hochschulen begonnen. Die Hauptgründe für die in den letzten Jahren stark ansteigenden Studienanfängerzahlen sind die Aussetzung der Wehrpflicht, die zeitgleich von den Gymnasien entlassenen G8- und G9-Jahrgänge und der immer höhere prozentuale Anteil der Schulabsolventen und Berufstätigen mit Hochschulzugangsberechtigung, die sich für ein Studium entschieden haben.

Für die Anzahl der Studienabbrecher gibt es von den Hochschulen keine offiziellen Zahlen. Nach einer Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) brechen 33 % der Studienanfänger an den Universitäten und 23 % der Studienanfänger an den Fachhochschulen ihr Bachelorstudium ab. Die Spitzenreiter sind das Mathematikstudium und das Bauingenieurwesen-Studium mit Abbruchquoten von 40 bzw. 51 %. Diese Zahlen sind natürlich unakzeptabel hoch, so dass die Hochschulen aufgefordert sind, entweder die Qualität der Ausbildung zu erhöhen und damit einen höheren Anteil der Studienanfänger zum Studienabschluss zu führen oder die Aufnahmeverfahren so zu verbessern, dass für das Studium voraussichtlich ungeeignete Bewerber gar nicht erst für das Studium zugelassen werden.

Der Gesamtetat aller deutschen staatlichen Hochschulen liegt bei 45 Mrd. Euro. Davon werden für die Universitäten und Universitätskliniken 39 Mrd. Euro bereitgestellt. Die Fachhochschulen erhalten 5,2 Mrd. Euro.

In Hessen wurde 2015 der Hochschulpakt 2020 zwischen der Landesregierung und allen Hochschulpräsidenten der staatlichen Hochschulen verabschiedet. Danach werden 1,8 Mrd. Euro pro Jahr zuzüglich der Mittel, die aus dem Hochschulbauprogramm HEUREKA und dem Forschungsförderprogramm LOEWE in die Hochschulen fließen, unter den hessischen Hochschulen aufgeteilt. Das Grundbudget beträgt 1,1 Mrd. Euro und wird auf Basis der Studierendenzahlen aufgeteilt. Die Zahl der honorierten Studierenden wird dabei für jede Hochschule festgeschrieben, so dass das Überschreiten der Planzahlen für Studienanfänger sich für die Hochschulen, anders als in dem alten Hochschulpakt, nicht mehr auszahlt. 257 Millionen Euro fließen in das Erfolgsbudget. Ein wesentlicher Leistungsanreiz für die Hochschulen von diesem Budgetanteil zu profitieren besteht darin, zukünftig die Anzahl der Studienabbrecher zu reduzieren und einen höheren Anteil der Studierenden zum Studienabschluss in der Regelstudienzeit zu führen. Darüber hinaus sind die Hochschulen auch aufgerufen, die Drittmitteleinwerbung zu erhöhen, Professorinnen zu berufen, den Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte zu erleichtern, duale und berufsbegleitende Studiengänge auszubauen sowie bei dem Anteil der befristeten Arbeitsverträge gegenzusteuern. Da in dem neuen Hochschulpakt 2020 auch jährliche Budgetsteigerungen von 1% oberhalb der Inflationsrate (Deckelung bei 3%) vorgesehen sind, in jedem Fall aber die Übernahme von Besoldungssteigerungen garantiert wird, bietet er für einen Zeitraum von 5 Jahren eine hohe Planungssicherheit für die Hochschulen und hat unter anderem deswegen zu einer hohen Akzeptanz auf der Hochschulseite geführt.

Zum Abschluss soll noch auf zwei regionale Besonderheiten hingewiesen werden. Die Hochschule Geisenheim University, so ihre neue Bezeichnung, hat das Promotionsrecht erhalten und wird als neuer Hochschultyp mit starker Forschungsorientierung erprobt, der sich zwischen den Kategorien Fachhochschulen und Universitäten bewegt. Die Stadt Wiesbaden hat gemeinsam mit ihren Netzwerkpartnern das Netzwerk der Wissenschaft initiiert, mit dem die Stadt und alle anderen Netzwerkmitglieder Wiesbaden als einen attraktiven und innovativen Wissenschaftsstandort profilieren wollen. Im Mai 2015 hat das Netzwerk der Presse seinen neuen Internetauftritt (www.netzwerk-der-wissenschaft.de) präsentiert, der durch die Stabsstelle „Hochschulstandort“ der Stadt Wiesbaden betreut wird.

 

Uwe Schwien/Oktober 2015

 

 

News der privaten Hochschulen:

(zuletzt bearbeitet am: 01.12.2016 15:37:04)

Die FOM - Spezialistin für das berufsbegleitende Studium

Seit über 20 Jahren führt die FOM Hochschule Studiengänge für Berufstätige durch. Im Fokus der Lehre stehen praxisorientierte Bachelor- und Master-

Weiterlesen...

(zuletzt bearbeitet am: 28.10.2016 16:02:39)

An einer Hochschule mit Tradition studieren!

Die Hochschule Fresenius mit ihrem Stammhaus in Idstein bei Wiesbaden blickt auf eine über 168 jährige Tradition zurück.

Weiterlesen...

(zuletzt bearbeitet am: 08.06.2016 13:47:55)

Du interessierst Dich für ein Studium an der HfTL?

Dann können wir Dich an dieser Stelle bereits herzlich beglückwünschen. An der Hochschule für Telekommunikation Leipzig erhältst Du eine individuelle

Weiterlesen...